Tom J. Schreiber

Ich lebe in einem kleinen Vorort von Stuttgart und bin 1971 geboren. Beruflich habe ich nie mit dem Schreiben zu tun gehabt. Das ist auch der Grund, warum ich unter einem Pseudonym schreibe. Das Schreiben, vor allem von Jugendbüchern, passt nicht zu meinem Beruf. Deshalb könnt ihr mich, so wie Jean und Luca, erstmal in eurer Phantasie erschaffen. Aber darin bin ich ohnehin viel schöner, als in Wirklichkeit.

Mit meinen Geschichten möchte ich vor allem spannendes erzählen, Kinder und Jugendliche begeistern; sie in Träume versetzen und manchmal auch mitleiden lassen. Aber ich möchte auch, dass sie zum Nachdenken angeregt werden. Sie sollen etwas lesen, aus dem sie lernen. Etwas lernen über Freundschaft, Verantwortung und vielleicht auch dem traurig sein. Gehört das nicht auch irgendwie dazu? Wie schön ist das erste herzhafte Lachen, nachdem man traurig war?

Erinnert Ihr euch an das Buch von Bastian? Ich habe es heute noch. Es war das schönste Buch in meiner Kindheit, das ich besessen habe und so ist es irgendwie bis heute. Wenn ich darüber nachdenke, ist es viel schöner als das Buch über “dessen Namen nicht genannt werden darf”. Nicht weil ich es besser oder spannender finde. Geschichten können ohnehin nicht im Wettkampf gegeneinander antreten. Es ist für mich schöner, weil ich es eben als Kind gelesen habe. Damit war es soviel geheimnisvoller und spannender, als alles was ich später als erwachsener gelesen habe. Dagegen kommt eben nichts an und vor allem nichts, was ich als Film gesehen habe. Wieviel mehr konnte ich, bei der endlosen Wanderung des Bilbo Beutlin, im Buch mitempfinden, als später im Film. Der Film war gut, keine Frage, genau wie der über “dessen Namen nicht genannt werden darf”. Aber episch, waren allein die Bücher. Das ist natürlich nur meine eigene Meinung, aber wieviel mehr erfahren wir, über Harry, Bastian oder Bilbo, in den Büchern. Ich wünsche, vor allem Kindern so sehr, dass sie die Geschichten erlesen und mit ihren eigenen Phantasien ergänzen. Macht das nicht einfach viel mehr Spaß? Natürlich möchte ich mein Erstlingswerk nicht mit einem dieser Klassiker vergleichen, aber ich finde, jede Geschichte hat ihre Chance verdient, gelesen zu werden. Getreu nach dem Motto Erich Kästners, des vielleicht größten Kinderbuchautors der Vorkriegsjahre (und danach): „Ob wirklich passiert oder nicht, das ist egal. Hauptsache, daß die Geschichte wahr ist! … “
 

Tom J. Schreiber

Pseudonym